Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind. Hermann Hesse

Dienstag, 31. Juli 2007

Vorbereitungsseminar in Berlin 25-29.07

Zunächst ein paar visuelle Einblicke in unsere Freizeit...









Und nun zu unserem Programm:



Falls es nicht mehr lesbar sein sollte, wir haben darüber geredet, wie wir 'die Deutschen' und Deutschland den Menschen im Ausland erklären können, da Fragen über unsere Herkunft natürlich absehbar sind. Außerdem haben wir Kontinent- und Ländergruppen gebildet, um einen Eindruck über unser Gastland zu bekommen, über Aids gesprochen und ob und wie sich zum Beispiel meine Rolle als Frau in meinem Gastland verändern wird, sowie darüber, dass wir nicht zu schnell über Begebenheiten im Gastland nach unseren Werten urteilen, sondern diese erst einmal hinterfragen sollen. Außerdem waren die Globale Ungleichheit, unsere Rolle als FreiwilligeR und die Klärung unserer Fragen bezüglich Visum, Versicherung etc. ein Thema.

Besonders nachhaltig beeindruckt war ich von der Einheit mit dem Thema Abschied. Nachdem wir sozusagen im Geiste den Abschied, den Flug und unsere Ankunft durchlebt hatten, konnten wir einen Brief an uns selbst schreiben, den wir nach einem halben Jahr zugeschickt bekommen. Dadurch, dass ich noch einmal für mich meine Ängste und Wünsche formuliert habe und ich mir für den Fall, dass es mir vielleicht gerade nicht so gut gehen sollte, schon einmal Mut zugesprochen habe^^, sehe ich jetzt wieder viel zuversichtlicher in die Zukunft. Es ist nämlich so, dass mit dem nahenden Abschied die Vorfreude und die Aufregung beide stark zunehmen und manchmal drängt sich dann zugegebenermaßen die Angst vor dem Unbekannten in den Vordergrund. Die zwei oder drei negativen Aspekte des Auslandsjahres wirken im Kopf in solchen Phasen irgendwie übermächtig, aber nachdem ich positives sowie negatives einmal aufs Papier gebracht und nebeneinandergestellt habe, ist es so deutlich wie nie, dass es mindestens tausendmal mehr positive, tolle, neue Sachen gibt, die ich unbedingt erleben und lernen möchte!
Zudem ist es natürlich unheimlich spannend in einem halben Jahr zu sehen, wie man sich bereits entwickelt und welche Ängste man schon überwunden hat, was wiederum Zuversicht für das zweiteHalbjahr geben wird!

Abgesehen von den interessanten Themen und Aufgaben des Seminars, waren es natürlich ganz besonders die tollen Leute, die man dort kennengelernt hat und mit denen man sich austauschen konnte, die dazu beigetragen haben, dass wir alle mit mindestens doppelt so viel Vorfreude und Lust auf Neues aus dem Seminar wieder herausgegangen sind und uns lieber heute als morgen, mit neuem Elan ins Abenteuer stürzen möchten!

Darüber hinaus war das Wetter super, der See und die Umgebung wirklich chillig und ganz besonders das 'Jägersfest' in Waldsieversdorf Dorf natürlich der absolute Hammer schlechthin =) und das Essen aus aller Welt, das wir Freiwilligen unter der Anleitung eines tollen Kochs zu zwei warmen Mahlzeiten am Tag, mit Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, zubereitet haben, war super interessant und seeehr lecker..

Danke für die schönen Tage mit euch! Man sieht sich im nächsten September!