Ich bin ja nun schon seit zwei Monaten hier und ich habe mich heute gefragt, ob ich denn schon irgendetwas neues über mich herausgefunden habe. Ja. Aber es ist irgendwie nicht besonders spektakulär ;)
1. Ich mag keine Papayas. Frisch gepresster Papayasaft ist noch schlimmer.. bäh.
2. Ich bin eher der Typ für asphaltierte Strassen =)
Normalerweise schaut man beim gehen ja gerade aus. Das ist hier für mich schon mal nicht
machbar.. Ich starre regelrecht auf den Boden ganau vor meinen Füssen, laufe ein bisschen
storchisch und stolpere troztdem alle 100 Meter.. Die Leute müssen denken, dass ich ein
ernsthaftes Geh-Problem habe und irgendwie liegen sie da nicht so daneben ;)
Ich befrürchte, dass sind alle Erkenntnisse, die mir bisher bewusst geworden sind. Wirklich nicht viel, aber wollte ich nicht schon immer mal wissen, ob ich Papayas mag und wie sich bolivianische Strassen auf mein Gehverhalten auswirken?? Hoffentlich bringen mir die nächsten Monate auch solch wertvolle Eindrücke..
So.. nun zu wichtigerem.. was esse ich hier so den ganzen Tag ;) ?
Ihr müsst wissen, in Cochabamba besteht der 'Mahlzeitenstundenplan' aus:
Frühstück
Zwischenmahlzeit
Warmes Mittagessen (3Gänge)
Zwischenmahlzeit
Warmes Abendessen (2Gänge)
Etwas kleines am Abend
Ich lebe in einer Familie, die zum Glück ein bisschen weniger isst und während der Zwischenmahlzeiten bin ich auf der Arbeit und da lehne ich immer höflich ab..
Ich beginne meinen Tag zwischen halb 7 und 7, Frühstücke jeden morgen ein weiches, weisses Brötchen mit Zucker als Auftstrich (die Marmelade als einzige Alternative ist mir zu süss und zu künstlich). Dazu trinke ich immer einen Saft und einen Tee.
Zum Mittagessen (12:30) gibt es immer eine Kombination aus Reis,Kartoffeln und viel Fleisch.
Meistens gibt es auch irgendwas gemüsiges, zumindest ein bisschen. Bei uns zu Hause essen wir ohne Vorspeise (normalerweise wäre es eine Suppe).
Abends konnte ich am Anfang nach dem riesen Mittag gar nichts mehr essen, aber man gewöhnt sich ja leider an alles und so esse ich nun immer noch einen Wackelpudding, Kekse oder ein Brot oder sowas.. Ein richtiges warmes Abendessen gibt es in meiner sehr Fitness bewussten Familie glücklicherweise nicht..
Es schmeckt mir sehr gut hier, aber es ist bei weitem nicht so abwechslungsreich, wie zum Beispiel zu Hause in Deutschland.. Das kommt auch dadurch, dass zumindest meine Familie nicht mit Sossen kocht und sehr wenige bis kaum Gewürze benutzt. Gesalzt ist in Bolivien dahingegen alles ziemlich reichlich.
Bisher fehlt mir richtiges Brot am meisten.. aber ich habe ein Geschäft gefunden, dass deutsche Produkte verkauft und die machen da auch selber Brot.. zu irgendwelchen besonderen Anlässen kann ich da dann vorbeischauen ;)
Es gibt aber natürlich auch Dinge hier, die ich sehr lecker finde.. Zum Beispiel Empanadas, dass sind Teigtaschen mit Käse..
oder Salteñas.. Das sind auch eine Art Teigtaschen aber gefüllt mit Fleisch, Reis, Kartoffeln, Ei, ein bisschen Gemüse und Sosse.. hmm
Und was auch super lecker schmeckt sind Yukas. Eine Art Kartoffel...
Oder Umintas.. das ist Reis, der in Getreideblätter eingewickelt und gekocht oder gebraten wird und es ist ein bisschen süss..
so könnte ich noch ziemlich lange weiter machen.. aber ich will euch ja nicht langweilen =)
Ich habe meine Arbeitszeit übrigens auf 40 Stunden die Woche gekürzt, was ich eigentlich immer noch ziemlich viel finde.. ich bin zwar nicht zum Urlaub machen hier und ich möchte auch arbeiten aber ich bin andererseits auch 'nur' eine Voluntärin.. ich verdiene nicht und ich habe keine Lust immer so müde zu sein.. schliesslich möchte ich hier ja auch viele Dinge unternehmen und nicht meine ganze Freizeit zum ausruhen nutzen.. also falls ich weiterhin immer so müde sein sollte und mich nicht daran gewöhne, kürze ich einfach nochmal ein bisschen ;)
Chau!! Bis demnächst dann wieder ;)

1 Comments:
duu..sag mla hast du meine mail bekommen? ich hoffe schon..
30 Oktober, 2007 22:44
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